- physische Ansprüche : leicht
- Zeitaufwand : bis 180 min
- für Behinderte mit Rollstuhl geeignet: Nein
Historisches Zentrum von Görlitz
Görlitz, die östlichste Stadt Deutschlands an der Grenze zu Polen und zugleich ehemalige königliche Stadt, bietet ein historisches Zentrum mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten.
Die deutsche Stadt Görlitz bildet den historischen Kern des früheren Zhořelec; das östliche Gebiet jenseits der Lausitzer Neiße ist heute die polnische Stadt Zgorzelec. Die Siedlung entstand an der Kreuzung wichtiger Handelswege zwischen Böhmen und den nördlichen Hansestädten sowie zwischen Breslau und Thüringen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1071.
Dank seiner günstigen Lage entwickelte sich Görlitz rasch zu einem bedeutenden Handelszentrum. Im Jahr 1329 kam die Stadt wieder zum Königreich Böhmen und erlebte unter Karl IV. eine Blütezeit. Zwischen 1346 und 1396 war sie Teil des Oberlausitzer Sechsstädtebundes. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fiel Görlitz 1635 an Sachsen und wurde 1815 Preußen angegliedert.
Die Stadt überstand den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet. Nach 1945 wurde die Lausitzer Neiße zur neuen deutsch-polnischen Grenze und teilte die Stadt in Görlitz und Zgorzelec.
Zu den bedeutenden Bauwerken zählen die Pfarrkirche St. Peter und Paul, das mittelalterliche Waidhaus, das Rathaus am Untermarkt sowie der Kaisertrutz, eine ehemalige Befestigungsanlage, die heute Teil des Museums ist.